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Wo der Platz liegt

Der Schlossplatz bildet den östlichen Rand der Aschaffenburger Innenstadt, oberhalb des Mains. An seiner Westseite stehen die Stadthalle am Schloss und die Stadtbibliothek, im Osten schließt Schloss Johannisburg den Platz ab. Wenige Schritte weiter beginnt der Schlossgarten, der zum Fluss hin abfällt.

Vom Hauptbahnhof sind es rund zehn Minuten zu Fuß, die Bushaltestelle Stadthalle liegt direkt am Platz, und unter dem Platz selbst befindet sich die Tiefgarage Stadthalle. Wie man von wo aus am besten herkommt, steht ausführlich in den Besucherinfos.

Schloss Johannisburg

Die gewaltige Vierflügelanlage entstand zwischen 1605 und 1614 unter Kurerzbischof Johann Schweikard von Kronberg und zählt zu den bedeutendsten Schlossbauten der deutschen Spätrenaissance. Gebaut hat sie der Straßburger Baumeister Georg Ridinger, aus rotem Sandstein — von der mittelalterlichen Vorgängerburg übernahm er allein den Bergfried, der bis heute als fünfter Turm zwischen den vier Ecktürmen steht.

Bis 1803 war das Schloss die zweite Residenz der Mainzer Kurerzbischöfe. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Innere klassizistisch umgestaltet; nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs musste zunächst das Äußere wiederhergestellt werden, bevor 1964 die ersten Schauräume wieder öffneten.

Was es im Schloss zu sehen gibt

Hinter der Fassade steckt mehr, als die meisten vermuten: eine Gemäldegalerie mit Werken von Lucas Cranach dem Älteren als Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die Schlosskapelle mit dem Renaissancealtar von Hans Juncker, die Paramentenkammer mit Ornaten aus dem ehemaligen Mainzer Domschatz, die Fürstlichen Wohnräume und das Städtische Schlossmuseum.

Die eigentliche Besonderheit steht etwas abseits der üblichen Aufzählungen: die weltweit größte Sammlung von Architekturmodellen aus Kork. 45 Modelle, zwischen 1792 und 1854 vom Hofkonditor Carl May und seinem Sohn Georg gefertigt, zeigen das antike Rom im Kleinen — Kolosseum, Pantheon, Triumphbögen. Kork, wie sich herausstellte, imitiert verwitterten Stein besser als jedes andere Material.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise regelt die Bayerische Schlösserverwaltung, nicht wir — aktuelle Angaben stehen auf schloesser-aschaffenburg.de .

Was in Gehweite liegt

Der Schlossgarten schließt direkt an den Platz an und zieht sich am Hochufer entlang. In ihm steht das Pompejanum, das König Ludwig I. zwischen 1840 und 1848 von Friedrich von Gärtner errichten ließ — kein Schloss, sondern die originalgetreue Nachbildung eines römischen Wohnhauses, gedacht als Anschauungsobjekt für alle, die die Antike studieren wollten, ohne nach Pompeji zu reisen.

Um das Gebäude herum wurde eine mediterrane Ideallandschaft angelegt, die es bis heute gibt: Feigen, Mandelbäume, Säulenpappeln, Kiefern — und Wein. Auf einem Weinfest ist das eine hübsche Fußnote.

In die andere Richtung führt der Platz direkt in die Innenstadt und die Fußgängerzone.

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